Ausweg Chat-Therapie, wenn der Therapeut keine Zeit hat?

Wer einen Psy­chother­a­pieplatz benötigt, kann unter Umstän­den lange warten. Viel zu lange. In einem Bericht der Wochen­zeitung “Die Zeit” vom 17. Mai 2018 wird der Frage nachge­gan­gen, ob Online-Ange­bote wie Self­apy, Novego, Deprex­is, um nur einige zu nen­nen, die Ver­sorgungslücke schließen kön­nen.

In Deutsch­land lei­den jährlich rund 5,3 Mill. Men­schen an ein­er Depres­sion. Zwei Drit­tel gehen nicht zum Psy­chi­ater oder Psy­cholo­gen, das übrige Drit­tel nimmt lange Wartezeit­en in Kauf. Kein Wun­der, dass einige dann Hil­fe im Inter­net suchen. Das Ange­bot ist groß und ver­lock­end. Den meis­ten Hil­fe­suchen­den ist jedoch nicht klar, dass dahin­ter in der Regel keine qual­i­fizierten Psy­chother­a­peuten ste­hen — ein Manko, das laut Ulrich Hegerl von der Klinik für Psy­chi­a­trie und Psy­chother­a­pie der Uni­ver­sität Leipzig höchst gefährlich ist. Um die Suizidge­fahr einzudäm­men, sollte die Arbeit mit depres­siv­en Patien­ten auss­chließlich von aus­ge­bilde­ten Ärzte und psy­chol­o­gis­chen Psy­chother­a­peuten geleis­tet wer­den.

Die Wirk­weise der Online-Ther­a­pi­en ist umstrit­ten und bedarf noch echter Eval­u­a­tion. Fest ste­ht, dass die dig­i­tal­en Ange­bote in der Nach­sorge sowie als Ergänzung zu ein­er Face-to-face-Ther­a­pie pos­i­tiv sein kön­nen.

Den ganzen Bericht lest ihr hier.

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2018-06-08T12:05:17+00:00Mai 21st, 2018|Gedrucktes|