Ich war mir selbst fremd

Wenn ich ein­mal ger­ade nicht an Essen dachte, fühlte ich mich total alleine, hil­f­los und hohl. Ich fragte mich manch­mal, wer und wie ich eigentlich bin, da ich oft in so ein­er Art Trancezu­s­tand war. In helleren Minuten ging ich zum Spiegel, um zu sehen, wer ich bin und wie ich ausse­he, da ich mich so, wie ich aus­sah, selb­st nicht mehr kan­nte. Ich fühlte mich aus­ge­bran­nt und hat­te keine Freude mehr an Din­gen, die mir son­st Spaß gemacht hat­ten. Ich inter­essierte mich außer für Essen für nichts mehr, Fre­unde gab es längst nicht mehr. Ich war isoliert und lebte in mein­er eige­nen, von mir erfun­de­nen Real­ität. (…) Ich fühlte mich von allen und allem gehas­st und aus­geschlossen.“

 

Abb.: Niko­lay Draganov auf pexels.com

Über den Autor/ die Autorin

Dr. Gerlinghoff / Dr.Backmund und Patientinnen des TCEforum

aus: „Is(s) was?!“ Eine Infor­ma­tion von Betrof­fe­nen (als E-Book bei Beltz für € 2,49)

2018-04-24T10:17:02+00:00Mai 11th, 2018|Innenansichten|